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Warm bleiben in der kalten Winterzeit

Auch wenn wir im Januar oder Februar schon den Frühling herbei sehnen, sind wir tatsächlich und in der Realität noch mitten in der winterlichen Jahreszeit und müssen mit den teils eisigen Temperaturen auch noch eine Weile ausharren und zurecht kommen.

Vor allem für kälteempfindliche Menschen heißt das oftmals, gut darauf achten zu müssen, sich bei der andauernden Kälte und der damit einher gehenden Auskühlung des Körpers keinen Infekt zuzuziehen. Hier sind vor allem Vata- und Kapha-Typen betroffen, die von Natur aus mit Kälte zu kämpfen haben. Pitta-Typen, die viel vom Feuerelement in sich haben, kommen mit der kalten Jahreszeit dagegen besser zurecht.


Sauna/Dampfbad

Der Winter ist die ideale Jahreszeit um regelmäßige Sauna- oder Dampfbadgänge zu absolvieren. Das anschließende Eisbad oder die eiskalte Dusche hinterher wird ayurvedisch gesehen jedoch nicht empfohlen. Die Belastung für den Körper ist zu groß, die Temperaturunterschiede zu krass, so dass wir uns hier nichts Gutes tun. Besser ist es zwischen den Saunagängen moderat abzukühlen.

Es gilt auch besonders gut darauf zu achten, sich nach der Sauna oder dem Dampfbad warm einzupacken und die Haare zu trocknen, bevor es nach draußen geht, um so der Zugluft keine Chance zu geben.

Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch noch, dass Sauna mehr für die stabile Kapha-Konstitution geeignet ist, und der fragilere Vata-Typ eher das Dampfbad bevorzugen sollte.


Ernährung

Jeder kann mit einer dem kalten Winter angepassten Ernährung ebenfalls einen großen Beitrag zum Gesundbleiben leisten. Viele Lebensmittel haben eine wärmende Wirkung bzw. spricht man im Ayurveda von einer erhitzenden Wirkung nach der Verdauung. Das ist beispielsweise bei Gewürzen wie dem Ingwer oder Kurkuma der Fall. Sie eignen sich nicht nur zum Würzen von Speisen sondern auch als regelmäßiges Teegetränk. Neben der wärmenden Wirkung haben diese Gewürze noch viele weitere positive Eigenschaften, die unserer Gesundheit zugute kommen. Welche das im Einzelnen sind, können Sie gerne hier nachlesen:


Scharfe Gewürze wie schwarzer Pfeffer, Paprika und Chili eignen sich im Winter ebenfalls für das Würzen von deftigen Speisen - auch um die Verdauung damit zu unterstützen!

Als heizende Gemüse gelten zum Beispiel Lauch, Zwiebeln und Tomaten.

Fette wie Sesam- und Sonnenblumenöl enthalten auch wärmende Eigenschaften.


Im Winter ist die Verdauungskraft grundsätzlich größer als im Sommer, so dass auch schwerere Gerichte - mittags gegessen - besser von unserem Verdauungssystem verarbeitet werden können als im Sommer. Über verdauungsfördernde Helfer, wie die genannten Gewürze, freut sich unser Verdauungsfeuer natürlich trotzdem.


Grundsätzlich wären drei warme Mahlzeiten, möglichst frisch gekocht, wünschenswert.

Das könnte zum Frühstück ein Getreidebrei sein mit etwas gedünstetem Obst und Gewürzen wie Zimt, Nelken und Kardamom, die ebenfalls zur wärmenden Kategorie zählen.

Mittags sollte dann die Hauptmahlzeit statt finden. Fleisch und Salat (Rohkost) sollte ebenfalls mittags gegessen werden, da um diese Tageszeit unser Körper am besten mit schwer verdaulicher Nahrung umgehen kann.

Abends gibt es dann idealerweise eine leichte Suppe, gekochtes Gemüse oder Toast mit Frischkäse, um einige Beispiele zu nennen.

Spätestens um 18 Uhr sollte das Abendessen statt finden um das Gegessene vor der Nacht noch optimal verdauen zu können.


Zuletzt möchte ich den "ayurvedischen Champagner", das heiße Wasser, nicht unerwähnt lassen. Auch Wasser ist im abgekochten Zustand am besten verdaulich und unterstützt unseren Stoffwechsel so optimal. Dafür wird ca. 1 Liter Wasser für 10 Minuten gekocht und danach in eine Thermoskanne gefüllt und über den Tag verteilt getrunken.

Gerade im Winter ist es sehr angenehm und gesundheitsförderlich wenn man nur warme Getränke zu sich nimmt.


Ölmassagen

Eine wichtige wärmende und pflegende Funktion ist auch den ayurvedischen Ölmassagen, vor allem mit wärmendem gereiftem Sesamöl, zuzuschreiben. Das angewärmte Sesamöl dringt tief in die Haut ein und versorgt sie so mit Wärme und trockene Haut wird zusätzlich automatisch reichlich gepflegt. Daneben hat die Ölmassage auch eine entgiftende Funktion, da das Sesamöl Giftstoffe aus der Haut zu ziehen vermag. Deshalb ist es wichtig, das Öl nach 1-2 Stunden ohne Seife wieder abzuwaschen.


Bleiben Sie mit diesen warmen Empfehlungen - und vergessen Sie nicht die regelmäßige Bewegung! - gesund und munter, auch wenn der Winter noch eine Weile andauern wird!




Warm bleiben in der kalten Winterzeit
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